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Moderne Rechner verfügen über ein Schubladensystem, das nicht nur den Plattenwechsel sehr erleichtert, sondern bei dem auch die Platte über Schrauben mit Gummibutzen an der jeweiligen Schublade befestigt wird (Bild 6). Dabei kommen Schaftschrauben zum Einsatz, so dass die Gummibutzen nicht gequetscht werden können. Die Platte sitzt relativ lose und ist so mechanisch weit gehend vom Gehäuse entkoppelt, was die Übertragung von Schwingungen vermindern soll. Leider waren im vorliegenden Fall die Gummibutzen nicht lang, nicht dick und nicht weich genug, um diese Wirkung in vollem Umfang zu erreichen. Insbesondere anfänglich, als diese Platte zusätzlich zur vorhandenen Platte betrieben wurde, kam es zu einer so genannten Schwebung: Beide Platten hatten die gleiche Nenndrehzahl – und beide eine Unwucht. Die tatsächlichen Drehzahlen unterschieden sich ganz geringfügig, um etwa 30/min, also ≈ 0,5/s. So addierten sich die Auswirkungen der Unwuchten in einem Moment, und jeweils etwa 1 s später lagen sie entgegen gesetzt und löschten sich so gegenseitig weit gehend aus. Das Ergebnis ist ein im Rhythmus von etwa 0,5 Hz auf- und abschwellendes Brummen, das wesentlich stärker an die Nerven geht als ein konstantes Geräusch. Die alte Platte musste weichen, auch wenn dies bedingte, dass das Betriebssystem auf der viel größeren neuen installiert werden musste, aber das war der Mühe wert. Außerdem zeigte sich, dass der Rechner nun, wie oben beschrieben, mit viel mehr Eifer bei der Sache war – auch ohne jeden zusätzlichen Lüfter. Natürlich könnte man sich auch noch einen Festplattenlüfter einbauen. Eine neuere Festplatte von 1 TB schluckt im Leerlauf rund 5 W, beim Lesen und Schreiben rund 10 W. Sehr schnell drehende Server-Festplatten schlucken deutlich mehr Leistung, und da kann eine Kühlung angebracht sein. Diese Platten sind aber entsprechend laut und werden allein deshalb in Heim- und Büro-PCs nicht eingesetzt. Hier machen spezielle Kühlsysteme für Festplatten wenig Sinn. Festplatten von Laptops sind, was die elektrische Leistung betrifft, noch wesentlich genügsamer. Sie schlucken im Ruhebetrieb rund 0,3 W, beim Lesen und Schreiben rund 2 W.

Bild 6

Bild 6: In modernen PCs werden die Festplatten zur Geräuschdämpfung über Gummimuffen befestigt

Nun war ein nahezu geräuschloser PC verwirklicht. Etwas Geräusch blieb noch, denn der Lüfter im Netzteil ließ sich natürlich nicht so weit zähmen, dass er im »normalen« Betriebszustand ganz stehen blieb. – Natürlich nicht? Nun, sehen wir weiter:

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