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Der oben beschriebene Zug benötigt also knapp ein Drittel seines gesamten Energie-Verbrauchs zur Überwindung der Reibung und gut zwei Drittel für die Beschleunigungen. Von diesen zwei Dritteln könnten theoretisch drei Viertel zurück gewonnen werden. Damit müsste der Zug zwischen Dortmund und Aachen gut halb so viel Energie ins Netz speisen wie er insgesamt von dort bezogen hat. Tatsächlich aber berichtet DB Regio für 2009 eine Rückspeiserate von nur 10%. Das liegt zum Einen daran, dass gerade im Bereich DB Regio der Anteil rückspeisefähiger Loks mit 11% bei Weitem am niedrigsten liegt. Von den Triebzügen, die aber nur rund ein Drittel der Regio-Züge ausmachen, sind 82% rückspeisefähig, was den Durchschnitt in diesem Geschäftsbereich auf 45% bringt. Wären die alten Triebfahrzeuge schon alle verschwunden, so läge also die Rückspeisequote bei 20%. Wo aber bleiben die anderen 30%? Das bestehende Potenzial ist bislang offensichtlich nur zu 40% ausgeschöpft. Warum das?

Nun, wenn bei einem Reibungskoeffizienten von 0,35 (bei Nässe weniger, in Verbindung mit Herbstlaub noch weniger) nur 84 t von insgesamt 300 t auf den Antriebsrädern (Antriebsachsen oder, bahntechnisch korrekt, »Radsätze«) liegen, muss die Nutzbremsung aber zwangsläufig ein Teil-Erfolg bleiben, oder die Bremsung müsste dermaßen früh eingeleitet werden, dass der Fahrplan hierfür mehr Luft ausweisen müsste. Im Klartext: Die Verbindung mit 20 Zwischenhalten würde langsamer. Dies liegt weder im Interesse der Bahn noch ihrer Fahrgäste. Die Haftgrenze ist aber der kritische Faktor bei der Traktion, und ein Zug kann daher unter voller Ausnutzung der generatorischen Bremsung prinzipiell nicht stärker bremsen als derselbe Zug auch beschleunigen kann, selbst wenn alle heute vorhandenen Vorkehrungen, die zur besseren Beschleunigung beitragen, wie etwa stufenlose, ruckfreie Regelung und Schleuderschutz, im Einsatz sind.

Bild 24

Bild 24: Gehört in jeden Führerstand, nicht nur in den der BR 402: Ein Zugkraft-Messgerät (links), doch der Bereich reicht wesentlich weiter ins Negative als ins Positive, denn bremsen können alle Achsen – und tun es auch noch immer zu oft

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