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So kommt auch die erwähnte VDE-Studie zu dem Schluss: »Die Erbringung von Netzdienstleistungen sollte jedoch bis auf Weiteres von Elektrofahrzeugen nicht erwartet werden, da der Aufwand gegenüber dem Nutzen sehr hoch ist.« Statt über die doppelte Verwendung noch nicht einmal einfach existierender Akkumulatoren in nicht existierenden Elektrofahrzeugen zu meditieren, könnte man statt dessen überlegen, alle Autobahnen und Bundesstraßen mit Kupferplatten statt mit Asphalt zu pflastern und ein Kupfernetz darüber zu spannen. Mit Stromabnehmern nach dem Vorbild der »Autoscooter« auf der Kirmes versehen, ließen sich die Autos direkt aus dem Stromnetz speisen. Ein Vergleich der Leistungsfähigkeit ebenso wie der Energie-Effizienz zwischen Elektro- und Dieselfahrzeugen bei den Bahnen lässt erahnen, welches Potenzial in beiden Punkten dahinter steckt. So mancher GTI sähe hinter einem derart gespeisten E-Mobil ganz schön müde aus. Die kürzlich seit langem wieder einmal von der DB AG georderten Dieselloks machen es vor: Insgesamt 2252 kW leisten die erstmals 4-motorig aufgebauten Loks – und müssen sich mit einer E-Lok vergleichbarer Größe messen lassen, die es auf 6600 kW bringt.

Um von der »E-Autobahn« aus Kupfer nach Hause zu kommen, käme ein O-Mobil dann auch mit dem jetzt schon verfügbaren Akku zurecht. Viel absurder als die noch gar nicht verfügbare, aber schon doppelt verplante Batterie ist diese Idee auch nicht.

Energie sparen und Umweltschutz haben extrem hohe »Scheinwerte«, aber sehr niedrige »Lesefaktoren«, denn angesichts ihres ununterbrochenen Erscheinens in den Medien scheinen sie hohes Ansehen und viel Bedeutung für das tägliche Leben zu genießen, aber beim Lesen bleibt es dann in der Regel. »Letztlich geht es in den Energiespardiskussionen doch gar nicht um das Energie sparen«, erklärte der frühere Chefredakteur der Schweizer Zeitschrift für angewandte Elektrotechnik vor kurzem, »sondern um Luxus und Komfort«. Damit dürfte er die Sache auf den Punkt gebracht haben, aber in seiner Zeitschrift hat er diese unpopuläre Wahrheit auch nie abgedruckt.

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