Strom im Straßenverkehr?
Jun 11th, 2009 by Stefan Fassbinder
In der Elektrotechnik gelten für die Beziehungen zwischen der Wirkleistung P, der Blindleistung Q, der Scheinleistung S und dem Leistungsfaktor λ die Beziehungen:
P² + Q² = S² bzw. λ = P/S.
In entsprechender Weise gelten diese Beziehungen angenähert auch für den Praxiswert P, den Quatschwert Q, den Scheinwert S und den Lesefaktor λ der Wahrnehmung bestimmter Themen in der Öffentlichkeit, will sagen: Je mehr etwas in Funk, Fernsehen und Presse einschließlich der Fachpresse in Erscheinung tritt, desto weniger wird man in der Praxis davon vorfinden. Der Rest der Erscheinung ist mit Quatsch aufgefüllt, um das notwendige Volumen für eine Meldung aufzuweisen. Diese Veröffentlichungen sind nicht lesenswert und warten also mit einem entsprechend niedrigen »Lesefaktor« auf. Umgekehrt besteht umso weniger Notwendigkeit, über etwas zu berichten, je mehr es sich in der Praxis des wirklichen Lebens bereits etabliert hat, wo man es betrachten, nutzen, kaufen und vor allem verkaufen kann. Sofern sich überhaupt Veröffentlichungen hierüber finden lassen, sind sie hochgradig lesenswert, da entsprechend wenig mit Füllstoff aufgebläht.
Ein Beispiel mit einem sehr hohen »Scheinwert«, aber einem »Lesefaktor« von höchstens 0,2 sind Elektro- und Hybridautos.
This page has the following sub pages.
