Strom
Jun 11th, 2009 by Stefan Fassbinder
Der Strom der Zeit lautet: Es ist Zeit für Strom!
Um eine Kilowattstunde elektrischer Energie zu erzeugen, muss ein thermisches Kraftwerk etwa drei Kilowattstunden thermischer Energie einsetzen. Die anderen zwei Kilowattstunden gehen in der Regel (leider immer noch) verloren, verteilen sich also als Wärme auf Nimmerwiedersehen in der Umwelt. Die auch nur annähernd vollständige Ausnutzung des Brennstoffs misslingt. Sicher, »ein Bisschen Schwund ist immer«, sagt man, aber ist das nicht ein Bisschen viel?
Im Prinzip ja, aber dennoch gilt die elektrische Energie als die wertvollste Form von Energie. Nun kann man sich streiten, ob »wertvoll« hier nicht einfach nur für »teuer« steht, aber die elektrische Energie lässt sich mit beispielloser Leichtigkeit in jede andere Form von Energie umwandeln. Die (Rück-)Umwandlung des eben erst thermisch erzeugten Stroms in Wärme ist natürlich im Prinzip unwirtschaftlich, von ökologischen Aspekten ganz zu schweigen. Die Umwandlung in Bewegungsenergie, Licht und auch Schall, wo erforderlich (und sei es Ultraschall), ist sehr wirtschaftlich möglich. Auch gibt es Anwendungen, in denen Wärme sehr punktuell auf kleinsten Raum begrenzt oder bei extrem hohen Temperaturen benötigt wird. Hier kann es sein, dass die elektrische Erzeugung unter dem Strich sparsamer ist als beispielsweise auf direkte Art mit einer Flamme, oder die Anwendung ist anders gar nicht möglich, weil nur auf elektrischem Wege die hohe Temperatur zu erreichen ist.
Auf den nachfolgenden Seiten möchten wir Ihnen ein paar kleine Einführungen – nicht nur für Elektrofachkräfte – in das Wesen der Erzeugung, der Verteilung und des Einsatzes elektrischer Energie geben.
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