8.8 Von der besseren Effizienz durch Hochfrequenz-Betrieb
Mrz 20th, 2009 by Stefan Fassbinder
Mehrfach wurde bis hierhin schon erwähnt, dass für die bessere Licht-Ausbeute am EVG u. a. die hohe Betriebsfrequenz der Lampe verantwortlich gemacht wird. Diesen Effekt gibt es in der Tat. Schwierig wird es jedoch, wenn man versucht, ihn zu quantifizieren. Er wird daher in den Publikationen der Hersteller mutig mit 10% bis 15% angegeben. Prof. Ron Hui vom Imperial College London und der Universität Hong Kong mochte dies auch nicht so recht glauben, besorgte sich 20 Muster T5-Lampen 28 W von Osram und 20 Stück von Philips und maß. Im Durchschnitt wurde bei Hochfrequenz (gegenüber 50-Hz-Betrieb an einem neu entwickelten VVG für T5-Lampen) eine Verbesserung der Effizienz von nur 3,6% festgestellt.
Dagegen hilft nicht einmal mehr der ominöse »Ballast lumen factor (BLF)«, der Faktor von 0,95, der aus Gründen, die keiner der Lichtfachleute wirklich erklären kann (oder will?), dem Lichtstrom einer Lampe bei der Prüfung mit VVG hinzu gefügt wird. Bei der Messung mit EVG ist der BLF = 1. So wird zwar dem VVG normgemäß 5% seiner Effizienz entzogen, aber auch das reicht nicht, um seine Vorteile »wegzumessen«. Die Firma, die für die EU die Untersuchungen des Marktes durchführte und entsprechende, sehr ausführliche Berichte erstellte, stellte hierin folgerichtig fest: »Hierdurch findet eine Unterbewertung induktiver Vorschaltgeräte statt.«
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