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8 Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad technischer Geräte und Vorgänge wird gewöhnlich in Prozent angegeben. Nur beim Licht mag das nicht so recht funktionieren, da das menschliche Auge für verschiedene Farben unterschiedlich empfindlich ist, was die wahrgenommene Helligkeit angeht. Deshalb ist in die Einheit für die Lichtleistung eines Leuchtmittels die Empfindlichkeit eines genormten Durchschnittsauges bereits eingearbeitet. Diese Einheit nennt sich Lumen (schlicht und ergreifend das lateinische Wort für Licht). Somit muss der Wirkungsgrad von Lampen, Leuchten und Leuchtmitteln in Lumen pro Watt angegeben werden. Diese und nur diese Angabe ist also geeignet zu beurteilen, welches technische Gerät die größte wahrgenommene Helligkeit je aufgenommener elektrischer Leistung erzeugt.

Theoretisch kann eine Licht-Ausbeute von genau 683 Lumen je Watt (lm/W) erreicht werden. Dies gilt jedoch für monochromatisches grünes Licht von 555 nm Wellenlänge, bei der das menschliche Auge am empfindlichsten ist. Die grünste anzunehmende Lampe ist also tatsächlich grün. Ob wir damit Straßen, Plätze, Hallen, Büros, Supermärkte und am Ende gar Wohnzimmer beleuchten wollen, erscheint unabhängig von jeglicher politischer Gesinnung doch mehr als fraglich. Für »weißes« Licht – oder das, was wir als weiß empfinden, wenn man alle Farben von 380 nm bis 780 nm Wellenlänge im richtigen Verhältnis mischt – ergibt sich ein theoretisches Maximum von 199 lm/W. Setzen wir dies gleich 100%, so liegen Leuchtstofflampen schon bedeutend näher am angestrebten Ideal-Wirkungsgrad von 100% als ein moderner Dieselmotor. Dagegen kann die Glühbirne allenfalls einer Dampflokomotive das (von dieser in rauen Mengen benötigte) Wasser reichen.

Den Trend zu solch guter Effizienz in der Beleuchtungstechnik wollte auch die EU-Kommission fördern und erließ im Juni 1999 den ersten Entwurf einer Richtlinie, die den allmählichen Übergang zur vermehrten Produktion von EVG in der EU beschleunigen sollte. Fernziel war die Ablösung der weniger effizienten induktiven Vorschaltgeräte durch die effizienteren EVG, die, wie es hieß, auch noch weit reichende Energie-Spartechniken wie etwa Dimmung böten. Das klingt, als verstünde es sich von selbst, dass ein EVG

  • immer dimmbar
  • und immer die Energie sparendste Wahl ist.

Mehr zum zweiten Punkt in Abschnitt 8.5. Das Missverständnis beim ersten wurde bereits in Abschnitt 3.3 geklärt. Darüber hinaus sollte man:

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