Feed on
Posts
Comments

Wie erwähnt, bieten induktive Vorschaltgeräte eine ausgereifte, bewährte Technik mit geringem Störungs- und Schadensrisiko für die Netzspannung oder andere, gleichzeitig hieran betriebene Geräte. Eine mögliche Störquelle, die heute leichter als noch vor Jahren zu Schäden oder Fehlfunktionen empfindlicher moderner Geräte führen kann, ist der auf Grund der hohen Induktivität sehr große Selbst-Induktionsstoß beim Abschalten. Gewöhnlich wird dies keine Probleme verursachen, da solche Verbraucher kaum jemals gemeinsam mit Leuchtstofflampen an einem gemeinsamen Schalter betrieben werden, aber in einem Fall trat es doch auf. Dieser recht ungewöhnliche Schaden konnte nur wegen der exotischen Verschaltung auftreten (Bild 4.1), doch es bedarf auch der Erwähnung, dass es vielleicht etwas weniger exotisch ist, Leuchtstofflampen mit KVG parallel zu Halogenlampen mit elektronischen Transformatoren zu schalten. Es sind Fälle bekannt geworden, in denen Letztere wiederholt durch die Abschaltspitzen der Ersteren zerstört wurden, so dass ein spezielles Schutzgerät entwickelt wurde – ein Vorschaltgerät für das Vorschaltgerät so zu sagen. Dennoch hätte sich das Problem ebenso durch einen Kondensator parallel zur Leuchtstoffleuchte lösen lassen. Ein entsprechend bemessener Kompensations-Kondensator bildet mit dem Vorschaltgerät einen Resonanzkreis für Netzfrequenz, und der Strom schwingt beim Abschalten sanft aus. Mit einem kleineren Kondensator ist die Resonanz-Frequenz höher, und die Abschaltspitze wird »nur« erheblich gedämpft statt ganz zu verschwinden, doch die Höhe des Impulses ist für das Auftreten von Schäden nicht so entscheidend wie die Anstiegs-Steilheit, und die wird selbst durch eine sehr kleine Kapazität ganz erheblich flacher.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.