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Bild 3.19

Bild 3.19: Ein EVG ist nicht standardmäßig dimmbar

Es hat diverse Techniken zum Dimmen von Leuchtstofflampen mit KVG gegeben, vom Phasen-Anschnitt bis hin zum Betrieb einer kompletten Beleuchtungs-Anlage mit variabler Frequenz mittels eines Umrichters. Die Probleme bestanden, vor allem im ersteren Falle, im beim Herunterdimmen zunehmenden Flackern und darin, die Lampe am vollständigen Verlöschen zu hindern. Methoden wie Längselektroden parallel zur Leuchtstoffröhre und permanente Elektrodenheizung waren die angewandten Lösungen, wovon die letztere den Wirkungsgrad herab setzt und Dimmbarkeit als Energiespartechnik daher fragwürdig erscheinen lässt. Die variable Frequenz unterschied sich nicht so sehr von heutigen Techniken, nur waren die Frequenzen wesentlich niedriger, und das KVG wurde zusätzlich immer noch benötigt. Bei 50 Hz wurde die volle Leistung in die Lampe gespeist, doch mit steigender Frequenz wurde die Impedanz der KVG höher, und die Lampenleistung fiel entsprechend, während die an der gesamten Leuchte anliegende Spannung weit gehend stabil blieb. Deshalb und wegen der bei geringer Leistung höheren Frequenz war der Lichtstrom auch stabiler als bei Phasen-Anschnitt, doch alles in allem war die Methode nicht so viel billiger als jede Leuchte für sich mit einem dimmbaren EVG auszustatten. Eine neue Technik zur Dimmung von Leuchtstofflampen mit KVG / VVG wird derzeit in Kanada entwickelt , die viel versprechend erscheint, jedoch noch nicht kommerziell verfügbar ist. Somit ist heutzutage, sofern Dimmbarkeit gewünscht wird, das EVG die Lösung der Wahl, obgleich hierbei auf den Bereitschafts-Verbrauch geachtet werden muss (Abschnitt 8.9)! Zudem ist ein EVG nicht selbstverständlich dimmbar (Bild 3.21), wie manchmal angenommen wird, sondern verdoppelt vielmehr noch einmal den im Vergleich zu einem guten VVG ohnehin schon recht hohen Preis (Tabelle 3.1). Die zitierten Stückpreise gelten für eine gewöhnlich um 20 Stück beinhaltende Verpackungs-Einheit, und für große Lieferlose lassen sich hierauf noch einmal Rabatte bis höchstens 50% erzielen. Für Erstausrüster-Ware, die in riesigen Stückzahlen an die Leuchten-Hersteller geht, werden mitunter noch wesentlich günstigere Preise berechnet. Leider führt dies dazu, dass die betreffenden Leuchten dann standardmäßig mit EVG ausgerüstet sind und an Kunden, die keine riesigen Stückzahlen abnehmen, auch auf noch so sehr berechtigten Wunsch (s. Kap. 7) nicht anders geliefert werden.

Tabelle 3.1

Tabelle 3.1: Katalogpreise für ein Vorschaltgerät 230 V, 50 Hz, 58 W

Die Preise gelten für Ausführungen mit Warmstart-Einrichtung und der so genannten Cut-Off-Technologie, die den Vorheizstrom im normalen Betrieb abschaltet. Ein Kaltstart-EVG ohne Cut-Off wird für 47,50 € angeboten. Warmstart- und Cut-Off-Fähigkeit werden beim EVG als Besonderheit hervorgehoben, während beides bei den hiermit verglichenen KVG und VVG systembedingt selbstverständlich ist, welchen Starter man auch immer wählt.

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