3 Die Wirkungsweise induktiver Vorschaltgeräte
Feb 2nd, 2009 by Stefan Fassbinder
Legt man gewöhnliche Netzspannung, 230 V 50 Hz oder dergleichen, an eine Leuchtstofflampe, so geschieht wahrscheinlich erst einmal gar nichts. Die Durchschlags-Festigkeit der Gasfüllung, gewöhnlich Quecksilberdampf, 1,3 mg in einer 58-W-Lampe, ist höher. Werden die Elektroden beheizt, so emittieren sie zusätzliche Elektronen, doch auch dies reicht gewöhnlich nicht aus, um die Durchschlagspannung unter die sich regelmäßig wiederholenden Scheitelwerte der Netzspannung fallen zu lassen. An einer kalten T5-Lampe von 8 W Nennleistung wurde bei Raumtemperatur Selbstzündung ohne irgendwelche Startvorrichtung ab einer Effektivspannung von 480 V (≈680 V Scheitelwert) beobachtet.
Dieser Wert ließ sich durch Beheizen der Glühwendeln über einen separaten Transformator auf 380 V senken. Eine 58-W-Röhre startete kalt bei 1300 V Sinus von selbst, mit vorgeheizten Wendeln bei 550 V. Eine weitere Reduktion lässt sich durch schlagartiges Aufschalten der Spannung erreichen, statt sie langsam mittels eines Stelltransformators zu steigern, doch eine Durchzündung bei 230 V und 50 Hz erfolgt noch immer nicht.
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