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Will man in nennenswertem Umfang Strom erzeugen, so muss man – immer noch – den Umweg über die Wärme und die mechanische Energie gehen: Irgendeine Form einer so genannten »Wärmekraftmaschine« (Gasturbine, Dampfturbine, Ottomotor, Dieselmotor) treibt einen Generator an, bewegt diesen also. Zur Erzeugung der Wärme wird in großem Stil chemische Energie in Form von Brennstoffen eingesetzt.

Leider ist der Umwandlungs-Wirkungsgrad von Wärme- in Bewegungsenergie kläglich. Schon ein physikalisches Grundgesetz setzt dem theoretisch möglichen Maximum, abhängig von der nutzbaren Temperatur, enge Grenzen; die Praxis fällt dahinter noch deutlich zurück. So kann man ganz grob bei einem Benzin- oder Gasmotor (Ottomotor) von 25%, bei einem Dieselmotor von 33% Wirkungsgrad ausgehen, d. h., dass nur ein Viertel bzw. ein Drittel der bei der Verbrennung entstehenden Wärme in mechanische (und im Kraftwerk anschließend in elektrische) Energie umgewandelt wird. Zwei Drittel bzw. sogar drei Viertel der Wärme wird weggeworfen.

Muss das so sein? Jein, denn die Gesetze der Physik sind zwar unumstößlich, und die Technik ist unvollkommen, aber Wärme wird doch auch gebraucht! Warum verlagert man das Kraftwerk nicht in das Gebäude, das beheizt werden soll? Dort wird kostbarer Brennstoff, der die Erzeugung hoher Temperaturen erlaubt, verschwendet, um minderwertige Wärme von niedriger Temperatur zu erzeugen. Beides miteinander zu verbinden, zuerst die hohe Temperatur zur Erzeugung von Strom ausnutzen und dann mit der »lauwarmen« Abfallwärme (von »nur« noch 100°C statt etwa 1500°C) das Haus beheizen, das leistet ein Blockheizkraftwerk (BHKW): Ein relativ kleiner Verbrennungsmotor – im Einfamilienhaus deutlich kleiner als ein PKW-Motor – wird mit Erdgas oder Heizöl betrieben und treibt einen elektrischen Generator an. Hier dürfen Sie das tun. Heizöl und Dieselkraftstoff sind chemisch das Gleiche. Ihr Dieselfahrzeug mit Heizöl zu betanken wird dagegen als Steuerhinterziehung geahndet.

Den Strom verkaufen Sie an Ihren öffentlichen Stromversorger, und mit dem »Wärmemüll« heizen Sie Ihr Haus. Da diese so geniale und im Grunde doch so banale Kombination durch die doppelte Nutzung fossile Brennstoffe einspart, wird der Einsatz dieser Technik durch das Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Gesetz) gefördert und der Stromversorger verpflichtet, Ihnen den Strom zu guten Garantiepreisen abzukaufen – solange Sie ihn nicht selbst sofort aufbrauchen und damit Ihren Bezug aus dem Netz einschränken, was die noch bessere Möglichkeit ist, sofern Sie gerade Bedarf haben.

Die Alternative zum BHKW, deren Einsatz sich optimal hiermit ergänzt, ist die Wärmepumpe. Sie verbraucht erhebliche Mengen zusätzlichen Stroms, den das BHKW erzeugt – und das in erheblichen Mengen, denn die Raumheizung ist bei weitem der größte Energiefresser im Haushalt, noch vor dem Auto! Ein Viertel bis ein Drittel Ihres Brennstoffs in Strom statt Wärme umzuwandeln lohnt also allemal, denn elektrische Energie ist die wertvollste aller im großen Stil genutzten Energieformen und daher auch rund drei Mal so teuer wie Wärme aus dem Heizkessel! Erzeugen Sie also, während Sie heizen, den Strom, den Ihr Nachbar für seine Wärmepumpe zur Raumheizung benötigt, so lohnt sich dies für Sie, für den Nachbarn, für die Umwelt und für nachfolgende Generationen, die auch gern noch etwas Brennstoff und dafür nicht gar so viel CO2 vorfänden!

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